Dialogmission

SyrIA-Dialogmission in Damaskus

Strategischer Dialog mit syrischen Universitätspräsidenten, Besuche im Innovationsökosystem und hochrangige Gespräche mit dem Ministerium für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung.

5.–6. Juli 2026Damaskus, SyrienSyrian Innovation in Academia

Im Rahmen der weiteren Umsetzung des Projekts Syrian Innovation in Academia (SyrIA) führte eine hochrangige Delegation des German Jordanian University eine zweitägige Mission nach Damaskus durch, um die Zusammenarbeit mit syrischen Hochschuleinrichtungen zu stärken und die Modernisierung und das internationale Engagement des Sektors zu unterstützen.

Die Delegation wurde von Prof. Ala’aldeen Al-Halhouli, Präsidentin des German Jordanian University, geleitet und umfasste Prof. Ralf Rosskopf, GJU-Vizepräsident und SyrIA Project-Hauptforscher; Prof. Dhiah el Diehn I. Abou-Tair, Co-Hauptforscher des Projekts; und die Projektmitglieder Prof. Ala’ Khalifeh, Dr. Christine Hildebrandt, Herr Ahmad Bayer und Herr Ibrahim Al Hariri. Dr. Waed Al-Shakouri nahm online teil.

Erster Tag: Strategischer Dialog an der Universität Damaskus

Am 5. Juli traf sich die Delegation mit den Präsidenten syrischer öffentlicher Universitäten und hochrangigen akademischen Vertretern an der Universität Damaskus. Die Diskussionen konzentrierten sich auf Prioritäten für den Wiederaufbau institutioneller Kapazitäten, die Stärkung der akademischen Qualität und Widerstandsfähigkeit sowie den Ausbau des internationalen Engagements syrischer Universitäten.

Ein zentraler Teil des Programms war die Präsentation der Ergebnisse der Erkundungsmission SyrIA an syrischen öffentlichen Universitäten. Diese Ergebnisse boten einen evidenzbasierten Überblick über institutionelle Stärken, aktuelle Herausforderungen und Bereiche, in denen gezielte Unterstützung beim Kapazitätsaufbau die größte Wirkung erzielen könnte.

Der Dialog befasste sich mit akademischen und administrativen Entwicklungsprioritäten, Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung und den Fortschritten, die durch frühere SyrIA-Aktivitäten, einschließlich des Treffens in Brüssel, erzielt wurden. Die Teilnehmer diskutierten auch das geplante Schulungs- und Kapazitätsaufbauprogramm des Projekts, einschließlich Workshop-Themen, Durchführungsvereinbarungen, Teilnehmerauswahl und Coaching-Ansätze.

Der erste Tag endete mit ersten Empfehlungen und einem handlungsorientierten Rahmen zur Orientierung für die zukünftige Zusammenarbeit und zur Stärkung nachhaltiger institutioneller Partnerschaften.

Zweiter Tag: Innovationsökosystem und Ministeriumsdialog

Am 6. Juli besuchte die Delegation EVOTTECH und DIGIT, zwei Innovations- und Unternehmerzentren an der Universität Damaskus. Die Besuche gaben Einblick in die Arbeit der Universität in den Bereichen Unternehmertum, Technologietransfer, digitale Transformation und Start-up-Entwicklung. In den Diskussionen wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Innovationsbildung, der Kommerzialisierung der Forschung und dem Aufbau institutioneller Kapazitäten erörtert.

Anschließend traf sich die Delegation mit hochrangigen Beamten des syrischen Ministeriums für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung. Im Mittelpunkt des Austauschs standen Qualitätssicherung und Akkreditierung, die Entwicklung akademischer Programme, zukünftige Kooperationsmechanismen und Möglichkeiten, wie mit dem europäischen Bologna-Prozess verbundene Grundsätze die Modernisierung und internationale Kompatibilität unterstützen könnten.

Aufbauend auf den Diskussionen vom Vortag einigten sich die Teilnehmer auf den Rahmen für die Umsetzung des Schulungs- und Kapazitätsaufbauprogramms SyrIA im Jahr 2026, einschließlich vorrangiger Themen, Teilnehmerauswahlkriterien, Coaching-Mechanismen und praktischen Umsetzungsvereinbarungen.

Ergebnisse und nächste Schritte

Die Mission endete mit einer koordinierten Roadmap für die nächste Phase des SyrIA-Projekts. Dazu gehören die weitere Zusammenarbeit zwischen syrischen und europäischen Partnern, die Vorbereitungen für das bevorstehende Stakeholder-Treffen und die Projektkonferenz in Amman sowie ein gemeinsames Engagement für die Stärkung institutioneller Partnerschaften, die Unterstützung der Hochschulreform und die Förderung von Innovationen an syrischen Universitäten.