
Das German Jordanian University (GJU) war am 3. und 4. Mai 2026 Gastgeber des jordanisch-syrischen Dialogforums für die Entwicklung der Hochschulbildung im Rahmen des Projekts Syrian Innovation in Academia (SyrIA).
Das Projekt SyrIA zielt darauf ab, das syrische Hochschulsystem in einer Phase des politischen und institutionellen Wandels nachhaltig zu stärken und zu modernisieren. Es kombiniert evidenzbasierte Bedarfsermittlung, Kapazitätsaufbau, akademischen Dialog, Coaching und internationale Zusammenarbeit. Das Projekt wird von GJU umgesetzt und von German Academic Exchange Service (DAAD) mit Mitteln von Federal Foreign Office finanziert.
An dem Forum nahmen hochrangige Vertreter des jordanischen und syrischen Hochschulsektors teil, darunter Präsidenten öffentlicher Universitäten, Vertreter privater Universitäten, Ministerialbeamte, DAAD, die deutsche Botschaft in Amman sowie Partnerinstitutionen aus Deutschland und Syrien.
Während der öffentlichen Sitzung am 3. Mai hielt S.E. Prof. Azmi Mahafzeth, Minister für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung des Haschemitischen Königreichs Jordanien, kündigte die Initiative zur Einrichtung eines jordanisch-syrischen Universitätspräsidentenforums als Plattform für einen strukturierten akademischen Dialog und die künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Hochschulsystemen an.
ER. Dr. Marwan Jamil Al-Halabi, Minister für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung der Arabischen Republik Syrien, erläuterte seine Vision für die zukünftige Entwicklung der Universitäten in Syrien und betonte die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der Unterstützung des Wiederaufbaus und der Modernisierung des syrischen Hochschulsektors.
Herr Guido Kimmerling, stellvertretender deutscher Botschafter, bekräftigte das Engagement Deutschlands, Bemühungen zur Entwicklung der Hochschulbildung in Syrien zu unterstützen. Er betonte die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit und des akademischen Austauschs, um die Stabilität des akademischen Sektors zu stärken und es den Universitäten zu ermöglichen, ihrer Entwicklungsrolle gerecht zu werden.
ER. Prof. Ala’aldeen Al-Halhouli, Präsident des German Jordanian University, bedankte sich für die Unterstützung des DAAD, die es dem GJU ermöglichte, Vertretern von Ministerien und Universitäten eine Plattform für Dialog, Zusammenarbeit und Weiterentwicklung zu bieten. Er betonte das Potenzial der Etablierung eines Modells für die regionale Zusammenarbeit in der Hochschulbildung, das ganz im Einklang mit dem Motto von GJU „The Power of Partnership“ steht.
Projektleiter und GJU-Vizepräsident Prof. Ralf Roßkopf stellte die Ziele und geplanten Aktivitäten des SyrIA-Projekts vor. Dazu gehören weitere Dialogveranstaltungen zwischen Vertretern von Ministerien und Universitätsleitungen, Stakeholder-Treffen in Amman und Brüssel, Workshops, Schulungen, Coachings für syrisches Wissenschafts- und Verwaltungspersonal sowie zwei Projektkonferenzen.
Alle Projektmaßnahmen werden evidenzbasiert sein und auf Interviews und Beobachtungen basieren, die während einer GJU-Erkundungsmission in Syrien durchgeführt werden, gefolgt von einer Umfrage. In den Abschlussbericht werden auch Erkenntnisse einer Studie der Deutsch-Syrischen Forschungsgesellschaft (DSFG) aus dem Jahr 2025 einfließen. Die Universität Hamburg wird die wissenschaftliche Qualitätssicherung der Forschungs- und Bildungskomponenten des Projekts unterstützen.
Das Projekt läuft bis Ende 2027. DAAD-Vertreter Herr Stefan Bienefeld betonte, dass SyrIA als Pilotinitiative konzipiert ist und durch eine zusätzliche DAAD-Förderlinie, Hochschulkooperation mit Syrien, ergänzt wird, die es deutschen und syrischen Universitäten ermöglicht, akademische Beziehungen wiederherzustellen und zu stärken. Diese Bemühungen sollen neue Möglichkeiten für gemeinsame Bewerbungen, internationalen akademischen Austausch und langfristige Zusammenarbeit eröffnen.
Auf das öffentliche Forum folgten interne Arbeitssitzungen, die sich auf die Projektstruktur SyrIA, die Erkundungsmission, den aktuellen Status der syrischen Universitäten und die Projekt-Roadmap konzentrierten.
Zu den Hauptmitgliedern des GJU-Projektteams gehören Prof. Dhiah Abou-Tair, Prof. Ala Khalifeh, Prof. Loay Salhieh, Prof. Christine Huth-Hildebrandt, Assoc. Prof. Ziad Abuelrub, Dr. Waed Shakkouri, Doktorand Da’ad Nazzal, Herr Ahmad Bayer und Herr Ibrahim Hariri.